DER SPIEGEL-ARTIKEL IST EIN JOURNALISTISCHER TOTALAUSFALL.
Er übernimmt nahezu wortgleich die Narrative der HTS und von Al-Jolani, einer Führung mit direkter Vergangenheit in Al-Qaida- und IS-Strukturen und macht sich damit faktisch zum Pressesprecher dschihadistischer Machthaber in Damaskus.
Gleichzeitig werden die Kurden und die SDF, die den IS militärisch besiegt haben, als unglaubwürdige Propagandisten diffamiert. Berichte über Vertreibungen, Übergriffe und Massaker werden relativiert oder als Desinformation abgetan. Das „Zopf-Video“ dient als Vorwand, um kurdische Ängste pauschal als Manipulation darzustellen.
DER TEXT IST DURCHZOGEN VON FRAUENFEINDLICHEN AUSSAGEN:
Arabisch-sunnitische Herrschaft wird als „natürlich“ legitimiert, kurdische Selbstverwaltung hingegen als Fremdherrschaft delegitimiert. Massaker an Alawitinnen und Drusinnen werden verharmlost, während am Ende sogar unterschwellig Drohungen gegen die Kurden mitschwingen.
BESONDERS PROBLEMATISCH IST DIE ROLLE DES AUTORS MOHANNAD ALKHALIL ALNAJJAR:
Er gibt sich als neutraler Chronist, reproduziert aber fast ausschließlich regierungsnahe arabische Stimmen und behandelt kurdische Perspektiven mit offener Herablassung.
Auch in einem vorherigen Artikel ist er negativ aufgefallen.
DAS ERGEBNIS IST EINE GEFÄHRLICHE UMKEHR DER REALITÄT:
Täter werden reingewaschen, Opfer delegitimiert – und ein deutsches Leitmedium normalisiert dschihadistische Herrschaft, während es die einzige demokratisch-pluralistische Kraft Syriens diskreditiert.
Dass der SPIEGEL einen solchen Text veröffentlicht, ist ein beschämendes Versagen journalistischer Verantwortung und eine Ohrfeige für alle Opfer des dschihadistischen Terrors in Syrien.
Schreibt Leserbriefe, fordert eine öffentliche Korrektur und eine kritische Gegendarstellung ein. Je mehr Menschen sachlich, aber deutlich protestieren, desto weniger kann dieses Narrativ unwidersprochen bleiben.





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